Eisenhüttenstadt/Fürstenberg (Oder). Am 22.05.2026 um 17.00 Uhr begrüßte Frau Bergel, Wohnverbundleiterin des Hauses „Vergißmeinnicht“, im Namen des Vorstandes und der Geschäftsführung der Lebenshilfe Landkreis Oder Spree e. V. die geladenen Gäste zur Einweihung der Trauer-Stele im Haus „Vergißmeinnicht“.
Die Veranstaltung fand bei schönstem Sonnenschein im Garten der Einrichtung statt.
Mit einer neu gestalteten, barrierefreien Gedenkstätte soll den 47 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die von 1981 bis heute in der Einrichtung gelebt und verstorben sind, ein dauerhaftes und würdiges Andenken bewahrt werden. Diese Stätte soll künftig ein Ort des Innehaltens, des Erinnerns und des Trostes für Angehörige, Bewohner und Mitarbeiter gleichermaßen sein.
Die bewegenden Worte zur Einweihung der Stele fand der Redner, Herr T. Henkel. In seiner Ansprache betonte er die tiefe Bedeutung von gelebter Erinnerungskultur für die Gemeinschaft und würdigte das Projekt als ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und Dankbarkeit. Er lenkte den Blick auf die wirklich essenziellen Werte der Menschlichkeit, Liebe und Gesundheit.
Die interessante, aber auch emotionale Zeitreise durch die 115-jährige Geschichte des Hauses zeigte den tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel im Bereich der Behindertenhilfe – von einem einstigen Krankenhaus zu einem Kinderpflegeheim bis hin zur heutigen, moderneren gemeinschaftlichen Wohnform – von einstiger Fremd- zu Selbstbestimmung und teilhabeorientierter Umsetzung von Wünschen und Bedürfnissen beeinträchtigter Menschen.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends waren die ergreifenden Berichte von Angehörigen und Zeitzeugen. Ihre persönlichen Erzählungen ließen die vergangenen Jahrzehnte lebendig werden. Es entstand eine emotionale Atmosphäre, die die Anwesenden zu Tränen rührte, aber auch zum Lächeln. auf die Lippen zauberte. Die Schilderungen machten spürbar, wie viel Herzblut und Engagement über die Generationen hinweg in die Betreuung und Begleitung der Menschen geflossen sind.
Diese Zeitreise bewies eindrucksvoll, dass die Geschichte des Hauses „Vergißmeinnicht“ nicht nur aus Mauern besteht, sondern vor allem aus den Menschen, die sie mit Leben füllten und weiterhin prägen.
Frau K. Bergel nutzte den feierlichen Rahmen, um ihren herzlichsten Dank auszusprechen, der besonders Herrn J. Voth als Angehöriger eines verstorbenen Bewohners galt. Er ermöglichte die komplette Finanzierung der Gedenkstätte durch seine großzügigen Spenden. Ein ebenso großer Dank ging an den Redner Herrn T. Henkel, der von dem Projekt sofort tief berührt war. Ohne zu zögern, sagte er seine Unterstützung zu und spendete seine Zeit für diese Herzensangelegenheit.
Ein ganz besonderer Dank galt dem Vorstand und der Geschäftsführung der Lebenshilfe Landkreis Oder Spree e. V., den Mitgliedern des Vereins, allen aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden, den Angehörigen, Unterstützern sowie allen ehrenamtlich Tätigen.
Die anwesenden Gäste nutzten nach dem offiziellen Teil die Gelegenheit, sich intensiv auszutauschen, alte Erinnerungen aufleben zu lassen und den Blick hoffnungsvoll in die Zukunft des Vereines sowie seiner Angebote und Dienstleistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen zu richten.
Lebenshilfe Landkreis Oder Spree e. V., 22.05.2026





